{"id":182,"date":"2011-04-11T07:49:49","date_gmt":"2011-04-11T07:49:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ig-dietzenbach.de\/?p=182"},"modified":"2021-11-22T08:04:04","modified_gmt":"2021-11-22T08:04:04","slug":"2011-04-11-mehr-als-obst-und-gemuese","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ig-dietzenbach.de\/?p=182","title":{"rendered":"2011-04-11 Mehr als Obst und Gem\u00fcse"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Frankfurter Rundschau vom 11.04.2011:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/kreis-offenbach\/mehr-obst-gemuese-11429764.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/kreis-offenbach\/mehr-obst-gemuese-11429764.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"769\" src=\"https:\/\/www.ig-dietzenbach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1359907639-760498-P9ee-1024x769.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-183\" srcset=\"https:\/\/www.ig-dietzenbach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1359907639-760498-P9ee-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/www.ig-dietzenbach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1359907639-760498-P9ee-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.ig-dietzenbach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1359907639-760498-P9ee-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.ig-dietzenbach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/1359907639-760498-P9ee.jpg 1199w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die G\u00e4rtner packen gemeinsam an.<br>\u00a9&nbsp;Rolf Oeser<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von Christoph Manus<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Dietzenbacher Verein Internationale G\u00e4rten f\u00f6rdert auch den Austausch der Kulturen. Auf je 100 Quadratmeter gro\u00dfen Parzellen bauen Dietzenbacher aus mehr als zehn Herkunftsl\u00e4ndern Gem\u00fcse, Obst oder Blumen an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Z\u00e4une gibt es nicht zwischen den G\u00e4rten. Keine Hecke begrenzt den Blick. Ihre Ger\u00e4te kaufen und nutzen die Mitglieder gemeinsam. Vieles ist anders als in einem Schrebergarten. \u201eHier ist es freier, es gibt nicht so viele Regeln\u201c, sagt Jana Rosa, eine der Vereinsmitgr\u00fcnderinnen der Internationale G\u00e4rten am s\u00fcd\u00f6stlichen Stadtrand von Dietzenbach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcnf Jahre ist es her, dass der damalige B\u00fcrgermeister Stephan Gieseler (CDU) nach einigem Hin und Her und Streit im Stadtparlament \u00fcber die Grundst\u00fccksfrage den ersten Apfelbaum auf dem Gel\u00e4nde nahe der Kreisquerverbindung pflanzte. Auf je 100 Quadratmeter gro\u00dfen Parzellen bauen Dietzenbacher aus mehr als zehn Herkunftsl\u00e4ndern seitdem Gem\u00fcse, Obst oder Blumen an, grillen gemeinsam oder spielen etwas auf der Gemeinschaftsfl\u00e4che der gut 2500 Quadratmeter gro\u00dfen Anlage. Jeder darf pflanzen, was er will. K\u00fcnstliche D\u00fcnger und Pestizide sind tabu. Der Boden wird zum Beispiel mit Pferdemist ged\u00fcngt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst sei alles sehr improvisiert gewesen, erinnert sich Rosa. Die Elektropumpe gab es noch nicht. Ihr Wasser holten die Kleing\u00e4rtner mit Flaschen aus dem nahen Bach. Inzwischen kann die geb\u00fcrtige Tschechin sogar auf einer von ihrem Sohn gepflasterten Terrasse grillen. Und zum allerersten Mal in den f\u00fcnf Jahren bl\u00fchen die Magnolien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verein zur \u201eF\u00f6rderung von Eigeninitiative, beruflicher Integration und sozialer Entfaltung\u201c will mehr sein als nur ein Gartenklub. Die Ziele sind hochgesteckt. In der Satzung steht als Vereinszweck neben Kleing\u00e4rtnerei die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung. Ein Vereinsmitglied rief vor zwei Jahren eine Selbsthilfegruppe f\u00fcr Arbeitslose ins Leben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht immer l\u00e4uft alles glatt. Die gemeinsame Nutzung des Gartens schafft auch Konflikte. \u201eEs kracht schon manchmal\u201c, berichtet Maggie Duram, eine geb\u00fcrtige Polin. Viele der muslimischen Frauen blieben fast nur unter sich, bedauert Rosa.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">14 Parzellen gibt es inzwischen. Der Bedarf ist gr\u00f6\u00dfer. \u201eWir haben schon eine Warteliste\u201c, sagt der Vereinsvorsitzende Thomas Duram.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn diese weiterw\u00e4chst, will er bei der Stadt eine Grundst\u00fcckserweiterung beantragen. Das Areal hat der Verein, der bereits 2005 f\u00fcr seine Arbeit einen Integrationspreis des Bundes gewann, von der Stadt f\u00fcr 200 Euro im Jahr gepachtet. Die Gartennutzer zahlen je 35 Euro im Jahr. Darin sind Anschaffungen und Benzin f\u00fcr Pumpe und Stromaggregat enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinten, Richtung Kreisquerverbindung, sitzen M\u00e4nner in der Sonne und unterhalten sich. Abdel Allos, der als Junge aus Marokko nach Dietzenbach kam, bereitet ein Beet vor, in das er Kartoffeln setzen will. Seit drei Jahren baut der 35 Jahre alte Vater dreier Kinder auf einer der 100 Quadratmeter gro\u00dfen Parzellen auch Salat, Erdbeeren oder marokkanische Pfefferminze an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch ihm gehe es um mehr als Obst und Gem\u00fcse aus eigenem Anbau, stellt er klar. \u201eWir schauen uns etwas voneinander ab\u201c, meint Allos, der im Garten- und Landschaftsbau arbeitet. \u201eEtwa, was es in anderen L\u00e4ndern zu essen gibt.\u201c Gern grillten sie auch zusammen. \u201eEs ist eine Gemeinschaft.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Frankfurter Rundschau vom 11.04.2011: https:\/\/www.fr.de\/rhein-main\/kreis-offenbach\/mehr-obst-gemuese-11429764.html Von Christoph Manus Der Dietzenbacher Verein Internationale G\u00e4rten f\u00f6rdert auch den Austausch der Kulturen. Auf je 100 Quadratmeter gro\u00dfen Parzellen bauen Dietzenbacher aus mehr als zehn Herkunftsl\u00e4ndern Gem\u00fcse, Obst oder Blumen an. 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